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Viele Inseln, ein Haus der Menschen


09/03/2022

Die polynesische Legende von der Entstehung der Marquesas lehrt uns noch heute eine Menge darüber, was im Leben wirklich zählt

Marquesas-Inseln
Ua Pou: Die zwei Grundpfeiler/Säulen des Hauses – Copyright: Aranui Cruises

Eine Umgebung wie jene Inseln, die auf den Marquesas Kreuzfahrten angesteuert werden – geprägt von zerklüfteten Vulkangipfeln, grünen Tälern, Urwäldern, langen Stränden und dem omnipräsenten Südpazifik – wirkt geradezu prädestiniert dafür, Legenden und Geschichten hervorzubringen, deren Zeugnisse in Form von Tätowierungen, steinernen Tikis oder Tänzen bis heute auf Polynesien Kreuzfahrten live miterlebt werden können.

Eine dieser Legenden, rund um die beiden Sagengestalten Oatea und Atanua, handelt von der Erschaffung der Marquesas-Inseln. In dieser Legende tragen die Inseln noch ihren ursprünglich-polynesischen Namen „Henau Enana“ – „Das Land der Männer/Menschen“. Dieses Land wurde von Oatea, Vater Himmel, und Atanua, Mutter Erde, geschaffen, in dem Bemühen, ein Haus für ihre zukünftigen Kinder, die Menschen, zu bauen. Dafür schufen sie als erstes die Insel Ua Pou, welche die zwei Grundpfeiler oder Säulen der Konstruktion bildete. Hinzu kamen Hiva Oa als Dachbalken des Hauses, Nuku Hiva als weitere Balken und Sparren und Fatu Hiva als eigentliches Dach, bestehend aus neun Blätterreihen zur Abdeckung. Tahuata wurde schließlich das Licht der Morgendämmerung, Mohotani der Gesang eines Vogels, der den Morgen ankündigt und Ua Huka bestand aus den Resten des übrig gebliebenen Baumaterials und -schutts. Als das Werk schließlich vollbracht war, wurde durch Atanuas Gesang noch Eiao geschaffen, die „letzte Insel der Sonne“, wodurch die Sonne über dem Land der Menschen aufsteigt und alles in ihr Licht taucht.

Die Legende von Oatea und Atanua sagt viel über die Einstellung der damaligen polynesischen Inselbewohner aus – über ihr Selbstverständnis und ihre Verbindung zu dem Land, das sie bewohnten. Denn es ist nicht etwa ein Palast, der ihnen zu Ehren errichtet wird, sondern ein schlichtes Haus in der Art, wie es damals vermutlich die meisten Inselbewohner besaßen. Die einzigen „luxuriösen“ Dinge, die hinzugefügt werden, entstammen direkt der umgebenden Natur: Die Morgendämmerung, der Gesang eines Vogels und das Licht der Sonne. Diese Einstellung haben sich die Polynesier bis heute bewahrt, wie die Passagiere zahlreicher Polynesien Frachtschiff Kreuzfahrten bezeugen können.

Abenteurer und Romantiker, die während einer Französisch-Polynesien Kreuzfahrt Teil der polynesischen Legenden werden möchten, finden das aktuelle Programm von Aranui Cruises unter hier.


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